Wolle

Der Yak ist die einzige Rinderart, die über ein mehrschichtiges und besonders dichtes Haarkleid verfügt. Unterschieden werden das feste, lange Deckhaar, die gröbere Wolle und ein feines und spinnfähiges Unterhaar, das auch als Feinwolle oder Flaum bezeichnet wird.

Pro Jahr und Yak können zwischen 0,3 und 3 Kilogramm Grobwolle sowie 0,4 bis 0,6 Kilogramm Feinwolle durch Kämmen gewonnen werden. In den zentralasiatischen Herkunftsgebieten des Yak werden die Tiere gelegentlich auch geschoren. Dort kämmen die Hirten die Tiere in den Wochen vor einer geplanten Schur aus, um nicht zu viel der Feinwolle zu verlieren. In Mitteleuropa wird das Scheren der Yaks unserer Kenntnis nach nicht praktiziert. In unseren Breiten beschränken sich – sofern die Wolle überhaupt gezielt gewonnen wird, was aufgrund der damit verbundenen Arbeitsintensität nicht immer der Fall ist – auf das Auskämmen der Feinwolle, die ab dem Beginn der Sommerzeit vom Yak natürlich verloren wird. Besonders wertvoll ist die Feinwolle weißer Yaks, da diese sich leicht färben lässt.

Damit eine Wollsorte zu den sogenannten „Edelwollen“ zählt, muss sie bestimmte Eigenschaften mitbringen – die wichtigste davon: feine Fasern, die besonders filigran sind und unschönes Kratzen auf der Haut vermeiden. Bei der Yakwolle sind die Fasern mit 16 bis 18 Mikron äußerst fein. Besonders das Unterhaar der Jungtiere steht für maximale Qualität.

Neben dem angenehm weichen Tragekomfort, bringt Yakwolle zahlreiche weitere Vorteile mit, die sie zu einem echten Verkaufsschlager machen:

  • Sie wärmt selbst bei Temperaturen weit unter Null

  • Sie kann einen hohen Prozentsatz ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen; wird das betreffende Kleidungsstück feucht, merkt der Träger erst etwas davon, wenn es sich wirklich vollgesaugt hat

Obwohl Yakwolle sehr robust ist, ist sie dennoch sehr leicht.

Bitte erkundigen Sie sich bei dem Yakzüchter Ihres Vertrauens nach seinen diesbezüglichen Angeboten !